Über mich

   

Ich bin 1973 im schönen Schleswig Holstein geboren, und habe schon immer eine große Pferdeliebe gehabt.
Das Schicksal wollte es, dass ich in jungen Jahren von diesem Weg abkam.

Inmitten einer ausgeprägten Lebensveränderung kam es mir sozusagen über Nacht wieder in den Sinn:

Da war doch was mit Pferden.  So kam ich zuerst zu meinem damals 14jährigen Wallach.

Inzwischen besitze ich vier Pferde und halte sie ganzjährig robust in Selbstversorgung.  

Neben Heu von kräuterreichen Wiesen, reguliertem Weidegang und einer regelmäßigen und abwechslungsreichen Versorgung mit getrockneten Kräutern, natürlichem Mineralfutter und Spurenelementen bekommen meine Pferde in gemäßigten Mengen Saftfutter und wildwachsende Kräuter, Beeren und Nüsse. Ich füttere keine Müslis oder Getreide.   

Hufe von Pferden jeglichen Alters oder Zustandes sind durchaus in der Lage sich wieder zu rehabilitieren oder sich zumindest bei starken krankhaften Veränderungen noch deutlich verbessern zu lassen und dem Pferd mehr Lebensqualität und Schmerzfreiheit zu ermöglichen.
Meine Arbeitsweise ist pro Pferd und ich pflege bei deformierten oder erkrankten Hufen Bearbeitungsintervalle von nicht länger als 4 Wochen. Leider trifft dies auf den Großteil unserer Pferde zu. Ich bin ein Gegner von Zwangsbewegung. Heilung ist ein langwieriger Prozess und Pferde mit kranken Hufen sollten viel freie Bewegung haben, jedoch nicht zu Bewegung gezwungen werden. Niemand kann abschätzen, wann der Huf genug Bewegung bekommen hat, sodass es wieder zu entzündlichen Reaktionen kommen kann, das kann nur das Pferd allein mit sich ausmachen. Auch mit einem Hufschutz ist der Huf immer noch krank. Bei akuten Reheschüben mit deutlicher Pulsation führe ich keine Bearbeitung oder nur minimalistisch durch. Es gilt, dass zuallererst die Entzündung vollständig abklingen muss und das Gewebe zur Ruhe kommt. Hierfür eignet sich zur Bekämpfung der Entzündung die Blutegeltherapie vorzüglich. Bei akuter Hufrehe lege ich ein Strahlpolsterverband an. Das Kühlen mit Crushed Eis ist bei akuter Hufrehe DIE Notfallmassnahme Nr. 1.

Ich orientiere mich bei meiner Arbeitsweise nach den vorgefundenen Gegebenheiten am Huf, nicht nach einem Schema.  Das einzige vorgegebene Schema, welches ich verfolge, ist das der Natur und inwieweit ich dem wieder nahekommen kann.

Es gibt Grundlagen, mit denen man arbeiten kann, weil man sie gelernt hat, diese Grundlagen sollten jedoch individuell betrachtet und bedarfsweise eingesetzt werden.
An jeden Huf muss man sich rantasten, denn jedes Pferd hat seine eigene Geschichte. Einem Pferd Hufe zurechtzuformen, weil es so gemacht oder gelehrt wird, oder es in den Lehrbüchern steht, halte ich für gefährlich. Aber auch jeder Hufpfleger ist nur ein Mensch und macht Fehler. Wichtig ist eher, den Fehler zu erkennen,  nicht zu wiederholen und nicht verbissen an seiner Lehrmeinung festzuhalten. Denn die einzige die Recht hat, ist Mutter Natur.

Hufwachstum ist systematisch und unterliegt einer Abfolge von biologischen Vorgängen. Jede Zelle hat einen Job zu erledigen worauf sie programmiert ist. Was  dem Pferd heute hilft, ,muss in ein oder zwei Intervallen evtl. neu überdacht werden. Insofern muss die Hufpflege stets neu justiert werden. Ebenso muss man wissen, dass mit dem Hufwachstum auch Veränderungen einhergehen. Die Sohle schält sich dann und wann, ebenso der Strahl. Viele Pferdebesitzer sind irritiert, wenn der Strahl auf einmal sich hier und da ablöst oder man hier und da das  Sohlenhorn abkratzen oder gar anheben kann. Es sind ganz normale Erneuerungsprozesse, die stattfinden. Oftmals bleiben diese Erneuerungsprozesse dem Besitzer verborgen, weil in den meisten Fällen sehr viel Material bei der Hufpflege abgetragen wird, Sohle und Strahl werden oftmals invasiv ausgeschnitten. Das ist etwas, was ich nicht tue. Ich entferne nur, was der Huf mir vorgibt, was er loswerden will. Auf diese Weise kann der Huf in Ruhe sein strukturelles Gewebe ausbilden und dem Huf nach und nach seine Stabilität geben; vorausgesetzt Futter und Haltung sind entsprechend angepasst. 

Wenn das Pferd stets nach der Hufpflege schlechter läuft, dann läuft was falsch.

Ich habe die Ausbildung zur NHC (Natural Hoof Care) Hufpflegerin erfolgreich absolviert, bemühe mich um eine kontinuierliche Wissenserweiterung rund um den Pferdehuf und bin seitdem auch vollberuflich als Hufpflegerin tätig.

 

  • Sollte Ihr Pferd generell bei der Hufpflege nicht gut stehen, dann bevorzuge ich es bei den ersten zwei drei Terminen das Pferd ohne direkte Anwesenheit des Besitzers zu betreuen. Bei Vertrauensverlust kann sich das Pferd so auf nur eine Person und eine (neue) Handlung konzentrieren. Und der Besitzer erleidet keine Erwartungsangst, wenn er nebendran steht, und auf diese Weise Nervosität auf das Pferd übertragen wird.
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